Lehrer-Paket

Alles, was Sie für eine Unterrichtseinheit „Wie funktionieren Feed & Algorithmus?“ brauchen — Arbeitsblätter, Klassentest, Hausaufgaben, Elternbrief und Lehrplan-Bezug. Konzipiert für die Sekundarstufe I (Klassen 6–9), Fach Medienkompetenz / Digitale Grundbildung. Frei nutzbar unter CC BY 4.0 mit Namensnennung „Webagentur Hochmeir e.U. (webhoch.com)“.

📚 Klassen 6–9 (Sekundarstufe I) ⏱ Doppelstunde 90 Min · Wochen-Modul 3 × 50 Min · 5-Wochen-Projekt 📱 Komplett druckbar (Strg/Cmd + P)

Wie nutze ich dieses Paket?

Das Lehrer-Paket ergänzt die Hauptseite im Lehrer-Modus mit allem, was Sie zum Drucken brauchen. Es ist so gebaut, dass Sie es einmalig ausdrucken und über mehrere Jahre wiederverwenden können. Der interaktive Filterblasen-Simulator auf der Hauptseite eignet sich hervorragend als Einstieg am Beamer — die Klasse sieht in Echtzeit, wie ein Feed sich verengt.

Grundhaltung: Mechanik statt Moral

Dieses Paket erklärt, wie Feeds und Algorithmen funktionieren — ruhig und sachlich. Es verurteilt keine Plattform und kein Nutzungsverhalten. Begriffe wie „Endlos-Scrollen“ oder „Vergleichsdruck“ werden mechanisch und befähigend behandelt: Wir beschreiben, welcher Mechanismus dahintersteckt und was Schülerinnen und Schüler selbst in die Hand nehmen können — nicht, was sie „falsch machen“. Bitte führen Sie das Thema in diesem Ton.

Empfohlener Ablauf

  1. Vorbereitung: Lesen Sie zuerst die Hauptseite im Lehrer-Modus durch. Dort steht pro Kapitel: Lernziele, Zeitplan, Methoden-Tipps, Quiz-Lösungen und „Arbeitsblatt-Mini“-Aufgaben.
  2. Material drucken: Drucken Sie die hier folgenden Arbeitsblätter (idealerweise Klassensatz minus 1, einer in Reserve). Den Elternbrief in Klassenstärke.
  3. Im Unterricht: Folgen Sie dem Stundenüberblick. Den Filterblasen-Simulator zeigen Sie am Beamer; Arbeitsblätter dienen als Aktivität, nicht als Test.
  4. Bewertung: Optional Klassentest am Ende der Einheit. Beurteilung mit der enthaltenen Rubrik.

Was ist enthalten?

Tipps zum Drucken

Daten & Konten — wichtig vorab

Diese Einheit verlangt kein Social-Media-Konto. Der Simulator läuft lokal im Browser, sammelt keine Daten und braucht keine Anmeldung. Alle Hausaufgaben haben eine Variante, die ohne eigenes Profil lösbar ist (z. B. zwei öffentliche Themensuchen vergleichen). Es werden im Unterricht keine echten Profile, Klarnamen oder privaten Feeds gezeigt.

Stundenüberblick & Lernziele

Die Einheit beantwortet eine einzige große Frage: Wer entscheidet eigentlich, was ich in meinem Feed sehe? Davon ausgehend werden Ranking, Aufmerksamkeitsökonomie, Filterblasen, Empörungs-Verstärkung und gesunde Nutzung erschlossen.

Übergeordnete Lernziele

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler …

Kompetenz-Matrix (Anforderungsbereiche)

BereichAnforderungBeispiel aus dieser Einheit
AB I — ReproduktionBegriffe und Signale nennenDie vier Engagement-Signale aufzählen, die ein Ranking belohnt
AB II — AnwendungZusammenhänge erklären, anwendenIm Simulator zeigen, wie ein Like den nächsten Schwung verschiebt
AB III — Transfer / BewertungBeurteilen, eigene Position„Mein Feed-Vertrag“: eigene Regeln für die Nutzung begründen

Verlaufsplan — Doppelstunde (90 Min)

ZeitPhaseInhalt & Methode
0–10EinstiegFrage „Warum hört das Scrollen oft nicht auf?“ — Vermutungen sammeln (Tafel).
10–25Erarbeitung 1Der Feed ist gebaut, nicht neutral; was ein Algorithmus sortiert (Kellner-Bild).
25–45Erarbeitung 2Filterblasen-Simulator am Beamer + Arbeitsblatt 1 (Sei der Algorithmus).
45–60Erarbeitung 3Aufmerksamkeit als Währung + Anzeigen erkennen (Arbeitsblatt 2).
60–80Erarbeitung 4Filterblase vs. Echokammer; warum Empörung verstärkt wird (Arbeitsblatt 3).
80–90SicherungGesunde Nutzung — „Mein Feed-Vertrag“ beginnen, Quiz-Auswertung.

In einer einzelnen Doppelstunde ist die Auswahl knapp — wählen Sie 2 der 4 Arbeitsblätter. Für die volle Tiefe empfiehlt sich das Wochen-Modul (3 × 50 Min) oder das 5-Wochen-Projekt (siehe Lehrplan-Bezug).

Arbeitsblätter

Jedes Arbeitsblatt eignet sich für ca. 15–20 Minuten Einzel- oder Partnerarbeit. Das Lösungsblatt ist als Klappbox direkt darunter — schneiden Sie es vor dem Klassensatz-Druck weg, oder drucken Sie 2-seitig (Schülerseite vorn, Lösung hinten — nicht ans Kind geben).

Thema 1: Sei der Algorithmus Name: ______________________ Klasse: ______________________ Datum: ______________________

Arbeitsblatt 1 — Sei der Algorithmus

Stell dir vor, du bist der Algorithmus. Deine Aufgabe ist nicht, die „wichtigsten“ Beiträge zu zeigen, sondern die, bei denen die Person am längsten bleibt.

1. Signale ordnen (4 Punkte)

Ein Feed-Ranking belohnt manche Reaktionen stärker als andere. Ordne die vier Signale nach ihrer Stärke (1 = stärkstes Signal, 4 = schwächstes). Schreibe die Zahl in den Kreis:

  • ◯ Like (❤)
  • ◯ Verweildauer (wie lange du auf einem Beitrag bleibst, 👁)
  • ◯ Teilen (➡ an Freunde weiterleiten)
  • ◯ Kommentar (💬)

2. Den nächsten Schwung vorhersagen (3 Punkte)

Jemand likt drei Sport-Beiträge hintereinander. Welche Kategorie zeigt der Feed danach wahrscheinlich mehr — und welche weniger? Begründe in 1–2 Sätzen:

3. Ranking ist eine Vorhersage (3 Punkte)

Erkläre in eigenen Worten: Welche Frage „stellt“ sich der Algorithmus bei jedem Beitrag, bevor er ihn weit oben zeigt?

4. Chronologisch oder algorithmisch? (2 Punkte)

Was ist der Unterschied zwischen einem chronologischen Feed (neueste zuerst) und einem algorithmischen Feed (sortiert)? Nenne je einen Vorteil:

5. Reflexion (2 Punkte)

Im Simulator sinkt der „Vielfalts-Index“, je mehr du eine Kategorie fütterst. Was überrascht dich daran? Begründe kurz:

Punkte gesamt: ___ / 14

🔑 Lösungsblatt für Lehrkraft — Arbeitsblatt 1

1. Reihenfolge der Stärke: Teilen (1) → Kommentar (2) → Like (3) → Verweildauer (4). Begründung: aktives Weiterleiten und Schreiben zeigen mehr Interesse als ein schneller Tipp; Verweildauer ist ein schwaches, aber häufiges Signal. Pro richtig platziertem Signal 1 Punkt.

2. Danach mehr Sport, weniger andere Kategorien. Akzeptiert: Erkenntnis, dass gleiche Reaktionen das Gewicht der Kategorie erhöhen und der nächste Schwung sich danach richtet.

3. Sinngemäß: „Wie wahrscheinlich reagiert diese Person auf diesen Beitrag (bleibt, likt, kommentiert, teilt)?“ Ranking ist also eine Vorhersage über erwartetes Engagement, nicht ein Urteil über Qualität oder Wahrheit.

4. Chronologisch: vorhersehbar, du siehst alles in der Reihenfolge der Zeit; nichts wird „weggefiltert“. Algorithmisch: zeigt zuerst, was dich vermutlich fesselt; kann Relevantes nach vorne holen — aber auch verengen.

5. Akzeptiert: jede begründete Antwort (z. B. „dass schon wenige Likes reichen, um den Feed zu kippen“, „dass ich gar nicht merke, wie einseitig es wird“).

Thema 2: Der Anzeige-Detektiv Name: ______________________ Klasse: ______________________ Datum: ______________________

Arbeitsblatt 2 — Aufmerksamkeit ist die Währung

Viele Dienste kosten kein Geld. Trotzdem verdienen sie. Dieses Blatt zeigt, womit — und wie du Werbung im Feed erkennst.

1. Warum gratis? (3 Punkte)

Eine App ist kostenlos. Wie verdient sie dann Geld? Erkläre den Zusammenhang zwischen deiner Aufmerksamkeit und dem Geschäftsmodell in 1–2 Sätzen:

2. Anzeige-Detektiv (3 Punkte)

Hier sind erfundene Feed-Beiträge. Kreuze an, welche eine bezahlte Anzeige sind, und notiere das Erkennungs-Merkmal:

BeitragAnzeige? Merkmal
„Gesponsert · NeueSchuhe — jetzt −30 %“☐ ja ☐ nein _______________
Ein Freund postet ein Urlaubsfoto☐ ja ☐ nein _______________
„Anzeige · So lernst du in 7 Tagen Gitarre“☐ ja ☐ nein _______________

3. Das Ziel: lange bleiben (2 Punkte)

Warum ist es für den Dienst wertvoll, dass du möglichst lange in der App bleibst? Nenne den Grund:

4. Wo liegt was? (2 Punkte)

Diese Seite erklärt, warum Werbung ein Anreiz ist. Welche Daten dabei gesammelt werden und wie die Anzeigen genau versteigert werden, erklärt eine andere Seite. Welche? Trage ein:

Das gehört zu

5. Reflexion (2 Punkte)

„Wenn du nichts bezahlst, bist du nicht der Kunde, sondern das Produkt.“ Stimmt das deiner Meinung nach? Begründe in 1–2 Sätzen:

Punkte gesamt: ___ / 12

🔑 Lösungsblatt — Arbeitsblatt 2

1. Der Dienst verkauft Werbeplätze. Je länger und aufmerksamer du bleibst, desto mehr Anzeigen kann er zeigen — deine Aufmerksamkeit ist die Ware, mit der er Geld verdient (Aufmerksamkeitsökonomie).

2. Anzeige 1 (ja — „Gesponsert“), Beitrag 2 (nein — privater Post), Anzeige 3 (ja — „Anzeige“). Erkennungs-Merkmale: Kennzeichnungen wie „Gesponsert“, „Anzeige“, „Werbung“, ein „Mehr dazu“/„Shop“-Knopf.

3. Mehr Zeit = mehr gezeigte Anzeigen = mehr Einnahmen. Deshalb ist „lange bleiben“ das eigentliche Ziel des Rankings.

4. Das gehört zu Datenschutz verstehen (Werbeprofil, Targeting, Echtzeit-Auktion). Diese Seite bleibt beim Anreiz/Geschäftsmodell.

5. Akzeptiert: jede begründete Position. Differenziert ist die Antwort, dass man zwar kein zahlender Kunde ist, aber auch nicht „verkauft“ wird — vermietet wird die Aufmerksamkeit für Werbung.

Thema 3: Filterblase & Echokammer Name: ______________________ Klasse: ______________________ Datum: ______________________

Arbeitsblatt 3 — Sortiert und verstärkt

1. Begriffe zuordnen (3 Punkte)

Verbinde jeden Begriff mit seiner Erklärung (Linien ziehen):

a) Filterblase→ eine Gruppe, in der alle dasselbe meinen und sich gegenseitig bestätigen
b) Echokammer→ wenn der Feed Empörung nach oben holt, weil sie viele Reaktionen bringt
c) Empörungs-Verstärkung→ wenn der Algorithmus dir vor allem zeigt, was zu deinen bisherigen Reaktionen passt

2. Die Schleife erklären (3 Punkte)

Eine Filterblase entsteht in einer Schleife. Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge (1–4):

  • ◯ Du reagierst stärker auf eine Sorte Beiträge.
  • ◯ Der Algorithmus zeigt dir noch mehr davon.
  • ◯ Der Algorithmus merkt sich diese Vorliebe.
  • ◯ Du siehst seltener etwas anderes — die Blase verengt sich.

3. Warum verkauft sich Empörung? (3 Punkte)

Wütende oder empörende Beiträge bekommen oft viele Reaktionen. Erkläre, warum sie deshalb im Feed weiter oben landen — und warum das nichts darüber sagt, ob sie wahr sind:

4. Wahr oder falsch? (3 Punkte)

Kreuze an und korrigiere die falschen Aussagen kurz:

  • ☐ wahr ☐ falsch — „Eine Filterblase entsteht nur, wenn man sie absichtlich baut.“
  • ☐ wahr ☐ falsch — „Wenn ein Beitrag viele Reaktionen hat, ist er besonders wahr.“
  • ☐ wahr ☐ falsch — „‚Nicht interessiert‘ anzutippen kann den Feed wieder vielfältiger machen.“

5. Blase platzen lassen (2 Punkte)

Nenne zwei Dinge, die du tun kannst, damit dein Feed wieder vielfältiger wird:

Punkte gesamt: ___ / 14

🔑 Lösungsblatt — Arbeitsblatt 3

1. a→„zeigt dir vor allem, was zu deinen bisherigen Reaktionen passt“ (Filterblase = was dir gezeigt/vorenthalten wird) · b→„Gruppe, in der alle dasselbe meinen und sich bestätigen“ (Echokammer = soziale Verstärkung) · c→„Feed holt Empörung nach oben, weil sie viele Reaktionen bringt“.

2. Reihenfolge: Du reagierst stärker (1) → Algorithmus merkt sich die Vorliebe (2) → zeigt mehr davon (3) → du siehst seltener anderes, die Blase verengt sich (4).

3. Viele Reaktionen (Kommentare, Teilen, lange Verweildauer) sind ein starkes Engagement-Signal; der Algorithmus belohnt Engagement, also wird der Beitrag weiter oben gezeigt. Reichweite entsteht durch Reaktion, nicht durch Richtigkeit — ob etwas stimmt, prüft das Ranking nicht. (Cross-Link: Fake News verstehen behandelt die Wahrheitsprüfung.)

4. falsch (sie entsteht oft von selbst durch die Schleife) · falsch (viele Reaktionen ≠ wahr; nur viel Engagement) · wahr.

5. Mind. 2 von: „Nicht interessiert“ antippen · bewusst vielfältigen Quellen folgen · auf chronologisch umstellen · Gegenmeinungen suchen · Pausen machen. Jede sinnvolle Befähigungs-Strategie zählt.

Thema 4: Empörung & mein Feed-Vertrag Name: ______________________ Klasse: ______________________ Datum: ______________________

Arbeitsblatt 4 — Den Feed wieder dir dienen lassen

1. Den Mechanismus benennen (3 Punkte)

Beschreibe in eigenen Worten, warum man bei manchen Apps „einfach weiterscrollt“, ohne es zu merken. Welcher Bau-Trick steckt dahinter?

2. Werkzeuge zuordnen (3 Punkte)

Verbinde jedes Werkzeug mit dem, was es bewirkt:

a) Auf „chronologisch“ umstellen→ du verlierst weniger Zeit durch ständige Unterbrechungen
b) Benachrichtigungen reduzieren→ der Feed holt dich seltener zurück und verengt sich langsamer
c) Vielfältig folgen / „nicht interessiert“→ du siehst Beiträge in zeitlicher Reihenfolge statt nach Engagement

3. Vergleichsdruck einordnen (3 Punkte)

In Feeds sieht man oft nur die schönsten Momente anderer. Erkläre mechanisch (nicht wertend), warum das ein verzerrtes Bild ergibt:

4. Mein Feed-Vertrag (3 Punkte)

Schreibe drei eigene Regeln auf, wie du deinen Feed nutzen willst. Beginne jede mit „Ich …“:

5. Reflexion (2 Punkte)

Welche eine Regel fällt dir am schwersten — und warum? Antworte ehrlich in 1–2 Sätzen:

Punkte gesamt: ___ / 14

🔑 Lösungsblatt — Arbeitsblatt 4

1. Akzeptiert: der Feed hat kein Ende und lädt immer neue Beiträge nach („Endlos-Scrollen“); jeder neue Beitrag verspricht eine kleine Belohnung, und es gibt keinen natürlichen Stopp-Punkt. Mechanik, nicht „Willensschwäche“.

2. a→„Beiträge in zeitlicher Reihenfolge statt nach Engagement“ · b→„holt dich seltener zurück und verengt sich langsamer“ · c→„verlierst weniger Zeit durch ständige Unterbrechungen“. (Sinngemäße Zuordnung genügt.)

3. Geteilt werden meist Höhepunkte (Auswahl-Verzerrung); der Algorithmus zeigt zusätzlich besonders ansprechende Beiträge nach oben. So entsteht der Eindruck, bei allen anderen sei immer alles perfekt — obwohl man nur eine gefilterte Auswahl sieht. Befähigend: das ist ein Bau-Effekt, kein realer Vergleich.

4. Akzeptiert: drei umsetzbare, selbstbestimmte Regeln (z. B. „Ich stelle auf chronologisch um“, „Ich lege das Handy zum Lernen in einen anderen Raum“, „Ich folge auch Quellen, die anderer Meinung sind“).

5. Akzeptiert: jede ehrliche, begründete Antwort. Hier geht es um Selbstreflexion, nicht um eine „richtige“ Lösung.

Klassentest — Abschluss-Prüfung

Dauer: 45 Min · Punkte: 30 · Note: nach Rubrik unten

Der Test passt nicht in eine 90-Min-Doppelstunde — empfohlen als eigene Stunde am Ende des Wochen-Moduls (3 × 50 Min) oder als Abschluss des 5-Wochen-Projekts.

Soziale Medien verstehen — Abschlusstest Name: ______________________ Klasse: ______________________ Datum: ______________________ Punkte: ___ / 30

Teil A: Multiple Choice je 1 Pkt · 6 Pkt

1. Was ist das eigentliche Ziel eines Feed-Algorithmus?

  • Die wahrsten Beiträge ganz oben zeigen
  • Die Beiträge zeigen, bei denen du wahrscheinlich lange bleibst
  • Alles streng nach Uhrzeit sortieren
  • Möglichst wenig Werbung anzeigen

2. Warum sind viele soziale Netzwerke kostenlos?

  • Weil sie von Spenden leben
  • Weil der Staat sie bezahlt
  • Weil sie mit deiner Aufmerksamkeit Werbung verkaufen
  • Weil sie kein Geld brauchen

3. Was beschreibt eine Filterblase am besten?

  • Eine Gruppe, in der alle dieselbe Meinung haben
  • Der Feed zeigt dir vor allem, was zu deinen bisherigen Reaktionen passt
  • Ein technischer Fehler in der App
  • Eine bezahlte Anzeige

4. Welches dieser Signale ist für ein Ranking am stärksten?

  • Ein Beitrag wird geteilt
  • Ein Beitrag wird kurz angesehen
  • Ein Beitrag wird gelikt
  • Ein Beitrag wird gemeldet und ausgeblendet

5. Warum landen empörende Beiträge oft weit oben im Feed?

  • Weil sie immer wahr sind
  • Weil sie viele Reaktionen auslösen (viel Engagement)
  • Weil sie von der App ausgewählt werden, um zu informieren
  • Weil Empörung verboten ist

6. Was kann den Feed wieder vielfältiger machen?

  • Noch mehr von einer Sorte liken
  • „Nicht interessiert“ nutzen und vielfältig folgen
  • Die App häufiger öffnen
  • Alle Benachrichtigungen einschalten

Teil B: Kurzantwort je 2 Pkt · 8 Pkt

7. Erkläre in 1–2 Sätzen, was es bedeutet, dass ein Feed „gebaut und nicht neutral“ ist:

8. Ordne die vier Engagement-Signale nach ihrer Stärke (stärkstes zuerst):

9. Was ist der Unterschied zwischen einer Filterblase und einer Echokammer?

10. Was bedeutet „Aufmerksamkeitsökonomie“ — und warum sind Dienste deshalb oft gratis?

Teil C: Anwendung 10 Pkt

11. Jemand likt fünf Tier-Videos hintereinander. Beschreibe Schritt für Schritt, wie sich der Feed danach verändert — und nenne den Fachbegriff für diese Schleife (3 Pkt):

12. Beschreibe Schritt für Schritt, wie aus einem einzelnen Like eine Filterblase werden kann — von der ersten Reaktion bis zum verengten Feed (4 Pkt):

13. Erkläre mit eigenen Worten, warum „viele Reaktionen“ nicht dasselbe ist wie „wahr“ (3 Pkt):

Teil D: Reflexion 6 Pkt

14. Diskutiere in 5–8 Sätzen: „Sollten Apps verpflichtet sein, standardmäßig einen chronologischen Feed anzubieten?“ Nenne ein Argument dafür und eines dagegen, dann beziehe eine eigene, begründete Position.

🔑 Lösungsblatt für die Lehrkraft — Klassentest

Teil A: 1b · 2c · 3b · 4a · 5b · 6b

Teil B:

7. „Gebaut, nicht neutral“ heißt: Eine Software entscheidet nach festen Zielen (Engagement/Verweildauer), in welcher Reihenfolge du Beiträge siehst — es ist keine zufällige oder rein zeitliche Liste. (2 Pkt: klare Aussage = 2 Pkt; halbrichtig = 1 Pkt)

8. Teilen → Kommentar → Like → Verweildauer. Volle Punktzahl bei korrekter Reihenfolge.

9. Filterblase = was dir der Algorithmus zeigt bzw. vorenthält (technische Personalisierung). Echokammer = eine soziale Umgebung, in der alle dieselbe Meinung bestärken. Beides verstärkt Einseitigkeit, aber auf unterschiedliche Weise.

10. Aufmerksamkeitsökonomie = Aufmerksamkeit ist die knappe Ware, um die konkurriert wird. Dienste sind gratis, weil sie deine Aufmerksamkeit über Werbung zu Geld machen — je länger du bleibst, desto mehr Anzeigen.

Teil C:

11. Idealantwort: Likes erhöhen das Gewicht der Kategorie „Tiere“ → der nächste Schwung enthält mehr Tier-Videos → man reagiert wieder → andere Kategorien werden seltener. Fachbegriff: Personalisierungs-Schleife / Filterblase. Punkte: Mechanik (2), Fachbegriff (1).

12. Idealantwort: Reaktion (Like) → Algorithmus merkt sich die Vorliebe → zeigt mehr davon → mehr Reaktionen → andere Themen verschwinden → Feed verengt sich (Vielfalts-Index sinkt). Punkte: Reihenfolge der Schleife (2), „mehr davon“ genannt (1), Verengung/Vielfalt benannt (1).

13. Reichweite entsteht durch Engagement (Kommentare, Teilen, Verweildauer), nicht durch Richtigkeit. Das Ranking belohnt Reaktion, nicht Wahrheit — gerade Empörung erzeugt viele Reaktionen, auch wenn der Inhalt falsch ist. (3 Pkt für: Engagement ≠ Wahrheit + Beispiel Empörung + Aussage, dass das Ranking nicht prüft.)

Teil D:

14. Volle Punktzahl: ein klares Pro-Argument (z. B. mehr Selbstbestimmung, weniger Verengung, Transparenz), ein Kontra-Argument (z. B. weniger relevante Inhalte, schwerer auffindbar, Eingriff in das Produkt) und eine eigene, begründete Position. Bewertet wird die Argumentations-Tiefe, nicht die Position.

Bewertungs-Rubrik

PunkteNote (DE/AT)Note (CH)Wertung
27 – 301 / Sehr gut5,5 – 6,0Vollständiges Verständnis, eigenständige Reflexion, präzise Fachsprache.
23 – 262 / Gut4,5 – 5,0Sicheres Wissen, leichte Lücken, Reflexion vorhanden.
18 – 223 / Befriedigend3,5 – 4,0Grundlagen verstanden, Reflexion oberflächlich.
14 – 174 / Genügend3,0 – 3,4Wesentliche Begriffe, viele Lücken bei Anwendung.
0 – 135 / Nicht genügend< 3,0Grundbegriffe nicht verstanden — Nachhilfe empfohlen.

Gewichtungs-Empfehlung

Hausaufgaben-Sammlung — 3 Schwierigkeitsstufen

Pro Thema 3 Aufgaben: Leicht Mittel Anspruchsvoll. Lösungs-Hinweise sind als ausklappbare Details direkt darunter (am Bildschirm einklappbar, im Druck immer offen).

Alle Aufgaben sind ohne eigenes Konto lösbar — niemand muss ein Profil anlegen oder seinen privaten Feed zeigen. Wo eine App hilfreich wäre, gibt es eine gleichwertige Beobachtungs- oder Recherche-Variante.

Thema 1 — Sei der Algorithmus

Aufgabe HA 1.1 Leicht

Erkläre einem Familienmitglied in 3 Sätzen, was ein Feed-Algorithmus tut. Schreibe danach auf, welche Frage gestellt wurde.

🔑 Lösungshinweis

Kern: Der Algorithmus sortiert Beiträge danach, wie wahrscheinlich man reagiert/lange bleibt — nicht nach Wahrheit oder Uhrzeit. Akzeptiert: eigene Worte + dokumentierte Rückfrage.

Aufgabe HA 1.2 Mittel

Öffne den Filterblasen-Simulator auf der Seite. Spiele zwei Runden: einmal nur eine Kategorie füttern, einmal vielfältig reagieren. Notiere in 4–6 Sätzen, wie sich der Vielfalts-Index unterscheidet. (Ohne Konto, kein Login.)

🔑 Lösungshinweis

Erkenntnis: Einseitiges Reagieren senkt den Index und lässt eine Kategorie dominieren; vielfältiges Reagieren + „Nicht interessiert“ hält ihn hoch. Akzeptiert: dokumentierte Beobachtung mit Zahlen.

Aufgabe HA 1.3 Anspruchsvoll

Recherchiere die Schritte Candidate Generation → Scoring → Re-Ranking. Erkläre in 5–6 Sätzen, was in jedem Schritt passiert.

🔑 Lösungshinweis

Candidate Generation: aus Millionen Beiträgen eine Vorauswahl. Scoring: jedem Kandidaten eine Punktzahl für erwartetes Engagement geben. Re-Ranking: die Reihenfolge feinjustieren (z. B. Vielfalt, frische Inhalte). Bonus: Hinweis, dass Verweildauer hier einfließt.

Thema 2 — Aufmerksamkeit ist die Währung

Aufgabe HA 2.1 Leicht

Schau dir auf einer beliebigen öffentlichen Seite 5 Beiträge an und finde heraus, welche davon Anzeigen sind. Notiere das Merkmal (z. B. „Gesponsert“). (Kein Konto nötig.)

🔑 Lösungshinweis

Merkmale: Kennzeichnungen „Gesponsert/Anzeige/Werbung“, ein „Mehr dazu“- oder „Shop“-Knopf, ein Firmenname als Absender. Akzeptiert: 5 Beiträge mit korrekter Einordnung.

Aufgabe HA 2.2 Mittel

Erkläre in 4–6 Sätzen das Geschäftsmodell „gratis App, bezahlte Werbung“. Warum ist „lange bleiben“ das Ziel?

🔑 Lösungshinweis

Kern: Werbeplätze werden verkauft; mehr Zeit = mehr gezeigte Anzeigen = mehr Einnahmen. Aufmerksamkeit ist die Ware. Bonus: Hinweis, dass die Daten-Mechanik dahinter zu Datenschutz gehört.

Aufgabe HA 2.3 Anspruchsvoll

Recherchiere den Begriff „Aufmerksamkeitsökonomie“. Schreibe einen kurzen Absatz (6–8 Sätze): Warum ist Aufmerksamkeit eine knappe Ware, und wer konkurriert darum?

🔑 Lösungshinweis

Aufmerksamkeit ist begrenzt (jeder Tag hat nur 24 Stunden), Inhalte sind im Überfluss vorhanden. Plattformen, Apps und Werbung konkurrieren um diese knappe Ressource. Akzeptiert: eigene, korrekte Erklärung mit Beispiel.

Thema 3 — Filterblase & Echokammer

Aufgabe HA 3.1 Leicht

Erkläre in 3 Sätzen den Unterschied zwischen einer Filterblase und einer Echokammer.

🔑 Lösungshinweis

Filterblase = technische Personalisierung (was der Algorithmus zeigt/vorenthält). Echokammer = soziale Gruppe, die dieselbe Meinung bestärkt. Beides verengt die Sicht.

Aufgabe HA 3.2 Mittel

Zeichne die Filterblasen-Schleife als Comic in 3–4 Bildern (Reaktion → merken → mehr davon → Verengung).

🔑 Lösungshinweis

Bild 1: Person likt ein Thema → Bild 2: Algorithmus merkt sich die Vorliebe → Bild 3: zeigt mehr davon → Bild 4: andere Themen verschwinden. Akzeptiert: korrekte Reihenfolge, kreativ umgesetzt.

Aufgabe HA 3.3 Anspruchsvoll

Vergleiche zwei öffentliche Themensuchen zum selben Begriff (z. B. auf zwei verschiedenen Plattformen oder Suchmaschinen). Notiere in 6–8 Sätzen, welche Unterschiede dir auffallen und woran das liegen könnte. (Kein Konto nötig.)

🔑 Lösungshinweis

Akzeptiert: dokumentierter Vergleich mit Beispielen. Erkenntnis: unterschiedliche Sortierung/Auswahl je nach Plattform-Ranking — schon ohne Login zeigt sich, dass „neutrale Ergebnisse“ selten sind.

Thema 4 — Empörung & Verstärkung

Aufgabe HA 4.1 Leicht

Erkläre in 3 Sätzen, warum empörende Beiträge oft mehr Reichweite bekommen.

🔑 Lösungshinweis

Empörung erzeugt viele Reaktionen (Kommentare, Teilen, lange Verweildauer); der Algorithmus belohnt Engagement und zeigt solche Beiträge weiter oben.

Aufgabe HA 4.2 Mittel

Beobachte 10 Minuten lang einen öffentlichen Feed (ohne zu reagieren) und zähle, wie viele Beiträge dich „aufregen“ wollen. Beschreibe in 4–6 Sätzen, was dir auffällt. (Kein Konto nötig.)

🔑 Lösungshinweis

Akzeptiert: dokumentierte Beobachtung. Erkenntnis: emotional zugespitzte Beiträge sind häufig, weil sie Reaktionen erzeugen. Wichtig: keine Bewertung einzelner Personen, nur Beobachtung des Mechanismus.

Aufgabe HA 4.3 Anspruchsvoll

Diskussions-Text (max. 1 Seite): „Warum sagt viel Engagement nichts über Wahrheit aus?“ Beziehe dabei Fake News ein und erkläre, wo Erkennung von Verstärkung zu trennen ist.

🔑 Lösungshinweis

Kern: Reichweite kommt durch Reaktion, nicht durch Richtigkeit; das Ranking prüft keine Fakten. Verstärkung (Social Media) und Erkennung von Falschmeldungen (Fake News verstehen) sind zwei verschiedene Aufgaben. Eigene begründete Position erforderlich.

Thema 5 — Gesunde, selbstbestimmte Nutzung

Aufgabe HA 5.1 Leicht

Nenne 3 konkrete Werkzeuge, mit denen du deinen Feed selbstbestimmter machst, und schreibe je einen Satz, was sie bewirken.

🔑 Lösungshinweis

Z. B. chronologisch umstellen (Reihenfolge nach Zeit), „nicht interessiert“ (Kategorie schwächen), Benachrichtigungen reduzieren (seltener zurückgeholt), vielfältig folgen (mehr Perspektiven).

Aufgabe HA 5.2 Mittel

Schreibe deinen eigenen „Feed-Vertrag“ mit 5 Regeln. Probiere ihn eine Woche aus und notiere danach, welche Regel am besten funktioniert hat.

🔑 Lösungshinweis

Akzeptiert: 5 umsetzbare, selbstbestimmte Regeln + ehrliche Auswertung nach einer Woche. Befähigend bewerten, nicht moralisch.

Aufgabe HA 5.3 Anspruchsvoll

Diskussions-Essay (max. 1 Seite): „Sollten Schulen Medienkompetenz zum Pflichtfach machen?“ Argumentiere für und gegen.

🔑 Lösungshinweis

Akzeptiert: ausgewogene Argumentation. Pro: Teilhabe, Selbstschutz, mündige Mediennutzung. Contra: volle Stundentafel, schneller Wandel der Plattformen, Zuständigkeit. Eigene begründete Position erforderlich.

Elternbrief-Vorlage

Diese Vorlage können Sie an Ihre Schule und Klasse anpassen. Ersetzen Sie die [Platzhalter in Magenta] mit Ihren Daten und drucken Sie die Vorlage für Ihre Klasse aus. Der Brief enthält bewusst keine Verbote, sondern Gesprächsanlässe.

[Ihre Schule]
[Adresse]
[Datum]

An die Eltern der Klasse [X. Klasse]

Betreff: Unterrichts-Einheit „Wie funktionieren Feed & Algorithmus?“

Liebe Eltern,

in den kommenden [Wochen / Doppelstunde] beschäftigt sich die Klasse Ihres Kindes mit der Frage, wer eigentlich entscheidet, was im Feed sozialer Medien erscheint. Ihr Kind nutzt soziale Medien vermutlich täglich — wir möchten, dass es auch versteht, wie ein Feed sortiert wird und wie es ihn wieder für sich nutzbar macht. Wer die Mechanik durchschaut, nutzt soziale Medien souveräner und gelassener.

Uns ist wichtig: Wir gehen das Thema sachlich und ohne erhobenen Zeigefinger an. Es geht um Mechanik, nicht um Verbote oder Schuld.

Was Ihr Kind lernen wird:

  • Warum ein Feed „gebaut und nicht neutral“ ist — und was Aufmerksamkeit damit zu tun hat.
  • Was ein Algorithmus sortiert und welche Signale (Teilen, Kommentar, Like, Verweildauer) er belohnt.
  • Warum viele Dienste gratis sind (Aufmerksamkeitsökonomie).
  • Wie Filterblasen und Echokammern entstehen — und wie man sie wieder öffnet.
  • Warum Empörung verstärkt wird, obwohl das nichts über Wahrheit sagt.
  • Welche Werkzeuge eine gesunde, selbstbestimmte Nutzung unterstützen.

Material und Quelle: Wir nutzen die frei verfügbare Lern-Plattform social-media-verstehen.webhoch.com, die von der österreichischen Webagentur Hochmeir e.U. unter freier Lizenz (CC BY 4.0) bereitgestellt wird. Die Inhalte sind altersgerecht für die [6.–9.]-Klasse aufbereitet und enthalten einen interaktiven „Filterblasen-Simulator“, der ganz ohne Konto im Browser läuft.

Drei Gesprächsanlässe für zu Hause (statt Verbote):

  • Schauen Sie sich gemeinsam den Filterblasen-Simulator an — Ihr Kind kann Ihnen erklären, wie ein Feed sich verengt.
  • Fragen Sie offen: „Was siehst du gerade oft in deinem Feed — und woran könnte das liegen?“ Ohne zu bewerten.
  • Sprechen Sie über Schlaf und Bildschirmzeit als gemeinsame Vereinbarung (z. B. Handy nicht im Schlafzimmer). Das Thema „welche Daten dabei gesammelt werden“ vertieft die Seite Datenschutz verstehen.

Wichtige Hinweise:

  • Es wird im Unterricht kein Social-Media-Konto benötigt; es werden keine privaten Profile oder Klarnamen gezeigt. Die Seite funktioniert ohne Anmeldung.
  • Die Nutzung erfolgt [am Beamer / im Computerraum / mit Schul-Tablets].
  • Bei Fragen oder Sorgen: [Ihre E-Mail-Adresse]

Wir freuen uns, dass Ihr Kind diese wichtige Grundkompetenz erwirbt — und schätzen Ihre Unterstützung dabei.

Mit freundlichen Grüßen
[Ihr Name]
[Funktion / Klassenlehrer*in]

Lehrplan-Bezug

Diese Einheit deckt zentrale Lernfelder der Medienkompetenz / Digitalen Grundbildung ab. Anpassbar für österreichische, deutsche und schweizerische Bildungsstandards der Sekundarstufe I (Klassen 6–9). In Österreich passt sie zur Verbindlichen Übung / zum Pflichtfach Digitale Grundbildung.

Lehrplan-Bezüge (Österreich: Digitale Grundbildung Sek I; ähnlich Deutschland Sek I, Schweiz Lehrplan 21 „Medien und Informatik“)

Fach / BereichKompetenz / BildungsstandardArbeitsblatt
Digitale Grundbildung / MedienkompetenzFunktionsweise von Empfehlungs- und Ranking-Systemen erklären; algorithmische Personalisierung erkennen1, 3
MedienbildungWerbung im Feed erkennen; Reichweite kritisch einordnen; Inhalte und Quellen prüfen2, 3
Deutsch / SpracheSachverhalte erklären, argumentieren, eigene Position begründen1–4 (Reflexionsteile)
Ethik / Politische BildungVerantwortung, Meinungsbildung und Regeln im digitalen Raum (Geschäftsmodelle, Empörung)2, 4
Informatik (Vertiefung)Ranking als Vorhersageproblem; Signale, Scoring, Re-Ranking1 (mit HA 1.3)

Kompetenz-Matrix (Anforderungsbereiche)

BereichBezeichnungBeispiel aus diesem Kurs
AB IReproduktionEngagement-Signale nennen; Filterblase/Echokammer definieren
AB IIAnwendungDie Filterblasen-Schleife beschreiben; Anzeigen erkennen
AB IIITransfer / BewertungChronologischer Feed als Pflicht? · „Mein Feed-Vertrag“ begründen

Zeitliche Verteilung

VarianteAufteilungEmpfohlen für
Doppelstunde (90 Min)Intensiv-Workshop, alle Themen in Auszügen, 2 ArbeitsblätterProjekttag, Vertretungsstunde, Schnupperkurs
Wochen-Modul (3 × 50 Min)Tag 1: Algorithmus & Simulator; Tag 2: Aufmerksamkeit & Filterblasen; Tag 3: Empörung, gesunde Nutzung + TestStandard-Unterricht über eine Woche
5-Wochen-Projekt (5 × 90 Min)Pro Thema eine Doppelstunde, eigene Recherche-Projekte, AbschlusstestVertiefung, Projektarbeit, Begabtenförderung
Projektwoche (5 × 4h)Tag 1–4: Themen-Vertiefung mit Eigen-Recherche · Tag 5: Präsentationen + TestThemenwoche, Medien-Camp

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